Wahl-O-Mat

Ich habe soeben dem Wahl-O-Mat zur Bundestagswahl 2009 von der Bundeszentrale für Politische Bildung ausprobiert und war sehr überrascht vom Ergebnis. Die Partei die mit mir am meisten übereingestimmt hatte, hätte ich wahrscheinlich eher nicht gewählt. Ich muss mir das nochmal durch den den Kopf gehen lassen.

Unabhängig davon, finde ich den Wahl-O-Mat eine gute Erfindung. Er ist sicherlich eine Entscheidungshilfe welche Partei man wählt. Man kann die Thesen durchgehen und seine Meinung dazu anklicken. Am Ende sucht man sich bis zu 8 Parteien aus und dann werden die Standpunkte der ausgesuchten Parteien zu den Thesen aufgelistet. So kann man dann den eigenen Standpunkt der Thesen mit denen der Parteien vergleichen. In einem Balkensystem wird die Übereinstimmung angezeigt. Konnte man nicht alle gewünschten Parteien vergleichen, kann man einen Schritt zurückgehen und eine andere Partei auswählen.

Auch wenn man einen so tollen Wahl-O-Mat hat, sollte man sich trotzdem mit verschiedenen Medien über die Parteien informieren. Sodass, man die Parteien von verschiedenen Blickwinkeln aus betrachten und dann entscheiden kann.

Auf jeden Fall sollte man am 27. September wählen gehen!

Twitter und die Bundestagswahl

Bei Twitter besteht offensichtlich die Gefahr, dass Wahlergebnisse, besonders solche die noch nicht endgültig sind, vorzeitig an die Öffentlichkeit gelangen. Das kann auch ohne Twitter passieren, aber Twitter ist eben durch das Handy schneller erreichbar und die Verbreitung geht schneller. Dadurch könnten Wähler die noch nicht gewählt haben, beeinflusst werden und ihre Entscheidung ändern.

Wie man bei ARD online lesen kann, sieht Bundeswahlleiter Roderich Egeler, aber noch kein Problem in Twitter. Im Einzelfall müsste sehr genau hingeschaut werden, um dann eine Entscheidung zu treffen. Das Problem ist dadurch aktuell geworden, da es schon passiert ist, bei der Wiederwahl des Bundespräsidenten Horst Köhler. Hier hatten Abgeordnete das Ergebnis vor der offiziellen Bekanntgabe schon in Twitter veröffentlicht. Auch bei den Landtagswahlen von Sachsen, Thüringen und dem Saarland wurden dem Artikel zufolge durch ein CDU-Politiker Zahlen veröffentlicht. Dies kann mit bis zu 50.000€ Bußgeld geahndet werden.

Ich hoffe, dass die Politiker sich zurückhalten können und Deutschland eine gute Regierung für die nächsten Jahre bekommt.

Wann soll die Schule anfangen?

Auf der Homepage “Welt online” habe ich den Artikel über die Bildungsministerin Annette Schavan gelesen. Da heißt es, dass sie Kinder ab 4 Jahren zum Lernen verpflichten möchte. Ihre These ist, dass Kinder in der Grundschule unterfordert seien. Das finde ich, stimmt wahrscheinlich nicht so ganz. Wo ich Ihr dann wieder zustimmen würde ist der Punkt, dass der Stichtag für die Einschulung nicht so starr sein sollte. Auch fände ich es gut wenn Kindergarten und Grundschule mehr zusammenarbeiten würden. Sodass für lern bereite und lernwillige Kinder, die Chance besteht, früher in die Schule zu kommen, aber auch für Kinder die mehr Zeit brauchen, dass sie in einem gewissen Rahmen später eingeschult werden.

In diesem Artikel wird ein keiner Weise erklärt was Frau Schavan (CDU) genau vorhat. Gut möglich, dass sie es auch gar nicht so deutlich gesagt hat. Und das ist schade, denn das gibt einen guten Nährboden für falsche Vermutungen und Spekulationen. Die nachfolgenden Kommentare schmettern die Idee nieder mit dem Lernen früher anzufangen. Das allein heißt aber noch nicht, dass die Grundschule an sich dann früher anfängt. Denn das würde ja den Anfang der anschließenden Schule auch vorziehen und das ist bestimmt nicht Sinn und Zweck der Übung.

Ich denke man sollte abwarten, was da noch alles kommt und nicht vorzeitig dagegen wettern.

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