Eduard VIII.

Eduard VIII. wurde am 23.6.1896 geboren als erster Sohn des späteren König Georg V. und seiner Gemahlin Prinzessin Mary von Teck.

Als sein Vater König wurde, wurde er automatisch Thronfolger und er wurde zusätzlich von seinem Vater am 23. Juni 1910 zum Prinz von Wales und Graf von Chester ernannt.

In den Jahren 1919 bis 1935 unternahm er ca. 16 Reisen durch die ganze Welt um sich als Vorbereitung als Monarch anderen Ländern zu präsentieren. Auch unternahm er zwei Safari-Reisen.

Eine Krone - ©iStockphoto.com/jgroupAm 20. Januar 1936 starb sein Vater und er wurde König. Die darauf folgende Zeit sollte für ihn nicht so einfach werden, denn er hatte andere Vorstellungen als die Regierung und auch das Volk. Schon am ersten Tag seiner Amtszeit brach er die Regeln in dem er mit seiner Geliebten seine öffentliche Proklamation am Fenster verfolgte. Den Sommer 1936 verbrachte er dann mit Wallis Warfield – bekannt als Wallis Simpson, lieber an der kroatischen Adriaküste, als im Schloss Balmoral wie es britische Tradition gewesen wäre.

Im Oktober 1936 wurde es offensichtlich, dass er Wallis Simpson nach ihrer Scheidung heiraten möchte und mit der Absicht von Eduard VIII.  seine Wallis Simpson heiraten zu wollen, hat er eine Verfassungskrise heraufbeschworen. Denn sie war bürgerliche US-Amerikanerin und schon zwei mal geschieden. In der “Church of England” war es aber so, dass geschiedene Menschen erst dann wieder heiraten dürften, wenn der Ex-Partner nicht mehr am Leben war. Bei Wallis Simpson haben jedoch beide Ex-Männer noch gelebt. Ende des Monats hat Simpson dann die Scheidung eingereicht und die US-amerikanische Presse berichtete, dass eine Heirat unmittelbar bestehen würde.

Aus diesem Grund schrieb der königliche Privatsekretär einen Brief an Eduard VIII. der ihn zur Besinnung bringen sollte und Wallis Simpson nicht zu heiraten.

Um seinem Willen Nachdruck zu verleihen bestellte  Eduard der VIII. den Premierminister Baldwin zu sich und bekräftigte seinen Wunsch nach dieser Heirat. Dieser entgegnete ihm, dass das Volk und die Regierung diese Ehe nicht akzeptieren würden. Daraufhin sagte Edward, dass er abdanken würde wenn es sein müsste.

Das Volk war hin- und hergerissen, denn die Menschen wollten ihn eigentlich als König behalten, da sie ihn mochten. Auf der anderen Seite ging das eben gar nicht eine bürgerliche Frau die zudem einmal geschieden war und während der Liebschaft mit Eduard noch verheiratet war.

Eduards  Entschluss stand jedoch fest und so dankte er am 10. Dezember 1936 ab. Dies war der Höhepunkt der Verfassungskrise. Danach richtete er eine Rede an das Volk und am nächsten Tag bekam er von seinem Bruder Georg VI. den Titel Herzog von Windsor mit der Anrede  “Seine königliche Hoheit”.

Im Jahr darauf haben Eduard und Wallis geheiratet und blieben es auch bis zu Eduards Tod 1972. Sie lebten in Frankreich im Exil. Während des zweiten Weltkrieges haben die beiden auf den Bahamas gelebt wo Eduard während dieser Zeit Gouverneur war.

Wie läuft ein Debütantinnenball ab?

Ich habe vor einiger Zeit über die Debütantinnen in England berichtet. Bei meinen Lesern kam daraufhin die Frage auf, wie denn ein solcher Ball abläuft.

Nach intensiver Recherche habe ich nur etwas herausfinden können wie er in Spanien und anderen Ländern abläuft und welche Zeremonien es gibt. Was ich über den englischen weiß, ist, dass er sehr durchgeplant ist und strenge Regeln unter anderem mit dem großen und kleinen Hofknicks  hat. Wenn die Debütantinnen einzeln mit ihrer Begleitung den Ballsaal betraten und der Königin vorgestellt wurden, machten sie einen Hofknicks und gingen dann rückwärts wieder zurück, um der Queen nicht den Rücken zu zudrehen.

Wer mehr über dieses Thema weiß kann gerne einen Kommentar hinterlassen, ich würde mich freuen.

Wo kann man in England Badeurlaub machen?

Eigentlich ein grotesker Gedanke, auf der Insel Badeurlaub zu machen, auf der es den Klischees nach, zu 80% regnet. Nach meinen Erfahrungen ist das nicht unbedingt so zutreffend. Vor allem im Süden gibt es im Sommer viele Sonnenstunden. Deshalb habe ich mich mit der Frage beschäftigt, wo man in England am besten Badeurlaub machen kann.

Entlang an der Küste Englands haben sich in den letzten 150 Jahren viele Orte zu Badeorten entwickelt. Anfang des 19. Jahrhunderts  fuhren nur die reichen Leute als Tagesausflug an den Strand um sich zu erholen, baden gegangen ist man jedoch noch nicht. In dieser Zeit war es auch noch nicht üblich, dass die einfacheren Leute bezahlten Urlaub bekommen haben. Sie hätten schon für ein oder zwei Wochen wegfahren können, jedoch wäre nicht sicher gewesen, ob sie nach ihrer Rückkehr ihren Arbeitsplatz noch gehabt hätten. Erst als dies geändert wurde, fing langsam der Tourismus an und die Orte entwickelten sich zu Badeorten.

Etwas südlich von Newcastle im Nordosten angefangen rundum bis nördlich von Liverpool im Nordwesten gibt es ca. 15 Städte die für ihren Strand, ihre Luft und Kultur berühmt sind.

Scarborough liegt in North Yorkshire südlich von Newcastle und ist heute ein bedeutender Ferienort. Die historische Altstadt liegt an der südlichen Bucht “South Bay” mit dem Hafen und dem Mittelpunkt für Touristen. Dann gibt es noch die nördliche Bucht. Das sogenannte “Headland” ist ein Hügel an der Küste auf der eine alte Burgruine steht, Scarborough Castle. 1867 wurde das Grand Hotel eröffnet, das von der Architektur her an den Ablauf eines Jahres angelehnt ist. Es hat 4 Türme, 12 Stockwerke, 52 Schornsteine und 365 Zimmer. Im Jahr 1626 wurde eine säurehaltige Mineralquelle entdeckt, daraufhin wurde sie zur Heilquelle Scarborough Spa erklärt und somit wurde Scarborough zum ersten Heilbad in Großbritannien. Ab 1660 kamen viele Menschen in dieses erste “Heilbad” und als die Eisenbahnanbindung 1845 erfolgt ist, wurde der Besucherstrom noch größer.

Fährt man weiter Richtung Süden kommt die Stadt Great Yarmouth, sie ist die östlichste Stadt in der Grafschaft Norfolk und ist seit 1760 ein beliebter Badeort mit gutem Sandstrand und einer langen Promenade. Ganz in der Nähe befindet sich der Nationalpark “The Broads” über den ich auch schon geschrieben habe. In der Umgebung befinden sich zwei Burgruinen aus der römischen Zeit.

Southend-on-Sea liegt in der Grafschaft Essex und das Seebad dort wurde zum ersten Mal 1768 erwähnt und 1793 wurde das königliche Hotel erbaut. Eine ganze Zeit später, 1889 wurde der Pier erbaut und mehrfach verlängert. Heute ragt er mehr als zwei Kilometer ins Meer hinaus und ist somit der längste Vergnügungspier der Welt. Hierher kommen vor allem Leute aus London, da es relativ nah liegt.

Die Mündung der ThemseNoch weiter im Südosten befinden sich die Städte Ramsgate, Margate, Hythe und Herne Bay die alle nah in der Grafschaft Kent beieinander liegen. Sie haben alle einen Sandstrand und das Klima hier ist wohl das wärmste und mildeste der Insel. Unterhalb des Ortskerns von Margate liegt der Sandstrand und auch der Margate Clock Tower. Hythe hat zudem eine Minieisenbahn zu bieten, die nicht nur Kinderherzen höher schlagen lässt. Herne Bay ist für seine Herzmuschel bekannt, und Ramsgate besitzt den einzigen königlichen Hafen Großbritanniens.

Die Reise geht nun weiter Richtung Westen nach Brighton, hier gibt es außer dem Sandstrand zwei Piers den BMPP, Brighton Marina and Palace  Pier und den West-Pier. Der Brighton Pier ist ausgebaut zu einer Vergnügungsstätte mit Jahrmarkt, Karussell, Achterbahn, Casinos, Restaurants. Der West-Pier musste einige Brände und einen heftigen Sturm einstecken und ist heute nicht mehr so prachtvoll wie einst. Ein Teil ist eingebrochen und im Meer versunken.

Noch weiter westlich kommt die Stadt Bournemouth, die eines der beliebtesten Seebäder  beherbergt. Im berühmten Royal Bath Hotel, direkt am Meer, haben schon viele bedeutende Menschen übernachtet.

Torquay wiederum ist im 19. Jahrhundert sehr berühmt geworden als Küstenerholungsort. Man schickte viele Menschen nach Torquay die an Atemwegserkrankungen litten, weil die Luft sehr mild ist und es auch sehr trocken und selten neblig ist. Das kommt daher, weil der Wind aus geologischen Gründen nie aus dem Westen und Norden kommen kann.

Nun geht es nördlich nach Weston-super-Mare in North-Somerset, dieser Ferienort ist besonders in der viktorianischen Zeit gewachsen, als es Mode wurde in den Ferien an die See zu fahren. Auch hier gab es einen sehr langen Vergnügungspier, der leider im Sommer 2008 komplett abgebrannt ist.

In Wales gibt es zwei bekannte Seebäder, eines in Llandudno und das andere in Prestatyn. Beide sind an der Nordseite von Wales und bestehen seit der viktorianischen Zeit. Beide Städte besitzen schöne Sandstrände und sind bei den Engländern besonders beliebt.

Aber wohl der berühmteste Ort ist Blackpool, bekannt für seine Strände, seine Achterbahn und vor allem für seine “Illuminations” – die bunten Lichter die seit 1879 die Stadt im Herbst über eine Strecke von 10km beleuchten.  Viele Künstler treten hier in den Sommermonaten auf, und sie ist die einzige Stadt im Königreich mit drei Piers!

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