Am Mittwochabend wurde das Taunus Filmfest, das in diesem Jahr seine 15. Auflage feiert, feierlich im Bad Homburger Kurhaus eröffnet. Der Gala-Abend, der von Manuel Francescon moderiert wurde, wurde von Prominenten aus der Filmszene sowie von Bürgermeisterin Antje Runge, Oberbürgermeister Alexander Hetjes, Hessischem Staatssekretär Christoph Degen und Geschäftsführerin des Kulturfonds Frankfurt RheinMain, Dr. Susanne Völker, besucht. Manche Gäste waren sogar aus den USA, aus Kanada und aus Indien angereist.
Nach der Eröffnung durch die Festivaldirektoren Eva Debrodt und Alexander Mereien blickte Christoph Degen auf die Dreharbeiten zurück, die er in der Vergangenheit im Taunus besucht hat, und hob die wichtige Rolle der unabhängigen Kulturförderung hervor

Bürgermeisterin Runge betonte die Bedeutung des Filmfestes für Oberursel, wo es als Veranstaltung des Kunstgriffs vor 15 Jahren begann. Nun ist das Fest über seinen Geburtsort hinausgewachsen. Es freute sie besonders, dass das Kinderprogramm im Kulturcafé Windrose stattfindet. Und auch wenn der Galaabend nun in Bad Homburg stattfand, ist das elaya Hotel in Oberursel weiterhin als Sponsor und Austragungsort dabei.
Oberbürgermeister Hetjes lobte, dass das Filmfest ein Beispiel für interkommunale Arbeit im Kulturbereich wäre, und wünschte sich, dass so etwas öfter passiert.

Dr. Völker sagte, dass Filme zusammen zu schauen ein gemeinschaftliches Erlebnis sei.
Bei einem Podiumsgespräch erklärten Regisseur Jerry Digby, Castingdirektorin Iris Baumüller und Schauspielerin Helga Reichert ihre Arbeit in der Jury. Insgesamt 25 Filme haben sie gesichtet, wobei viel Kommunikation online stattfand. Als sie dann doch einmal zusammenkamen, war es wie eine Party, erzählten sie.

Es folgte die Deutschlandpremiere des französischen Films „Marsupilami” von Regisseur Philippe Lacheau, in dem sich alles um das bekannte belgische Phantasiewesen dreht und darum, wie ein Familienvater von seinem Chef gezwungen wird, ein Exemplar von Südamerika nach Frankreich an Bord eines Kreuzfahrtschiffes zu schmuggeln. Was dabei passiert, sorgte für viel Lachen beim Publikum im Kurhaus und ist sowohl für Kinder ab 6 Jahren als auch für Erwachsene zu empfehlen. Vor allem die Szenen, die Parodien anderer Filme enthalten, sind den Jurymitgliedern besonders aufgefallen.
Nach dem Film ging der Abend mit der Afterparty mit DJ Blouke weiter.

Das Filmfest findet noch bis zum 9. August in Bad Homburg, Oberursel, Eschborn und Bad Soden statt.
Am Freitagabend werden, wie vor 15 Jahren, Kurzfilme um 18:30 Uhr im Rushmoorpark gezeigt. Hier ist der Eintritt frei. Danach geht es weiter mit der „After-Shorts-Party” im O&O Café und Weinbar im Holzweg.
In der Christuskirche werden mehrere Filme gezeigt, darunter „Marsupilami” am Samstag um 16:30 Uhr. Parallel dazu findet eine Kunstausstellung von Tine Stock statt. Die Vernissage ist am Freitag um 18:45 Uhr. Im elaya Hotel finden Workshops statt. Tickets und genauere Details hierzu gibt es auf www.taunale.de (gt)

Bei der Filmfest-Gala gestern waren die Oberurseler Unternehmerinnen durch (v.l.n.r.) Tine Stock, Maria Sugameli-Borchert, Susanne Schneider, Birsen Soylu und Claudia Kaczinski vertreten.





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