Am vergangenen Donnerstag waren 120 Gäste im großen Saal des Rathauses gekommen, um den Vortrag von Dr. Bodo Hechelhammer, Chefhistoriker des Bundesnachrichtendienstes (BND), zu hören.
Dr. Hechelhammer, der seit über 20 Jahren beim BND arbeitet und von 2011 bis 2021 das historische Büro des Dienstes leitete, erzählte über die geheimen Anfänge des BND in Hessen, vor allem in Oberursel.
Der BND feiert in diesem Jahr sein 70-jähriges Jubiläum, aber alles hat zehn Jahre früher begonnen, als das US-Militär beschloss, seine „Intelligence Agency” in Oberursel anzusiedeln. Zu diesem Zeitpunkt hieß das Gelände im Norden der Stadt „Camp Silbert”.
Er erzählte in den kleinsten Details, wie in den Gebäuden Hohemarkstraße 156–162, neben dem damals so genannten „Haus Alaska” (heute: Agnes-Geering-Heim), erst Hermann Baun und später Reinhard Gehlen das sichergestellte Archiv der Wehrmachtsabteilung „Fremde Heere Ost” ausgewertet und Aufklärungsarbeiten gegen die Sowjetunion aufgebaut haben.
Ende 1947 zog die Organisation nach Pullach bei München, wo der BND im Jahr 1956 gegründet wurde.
Dr. Hechelhammer betonte, dass Orte und Erinnerungen eng miteinander verknüpft sind und hob die besondere historische Bedeutung von Camp King hervor. (gt)






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