Kissing gate

Das heutige Thema ist das ‘Kissing gate’. Man findet sie an Gebieten die geschützt werden durch einen Zaun, die aber trotzdem öffentlich begehbar sind. Sie sind so gebaut, dass man mit Kinderwägen, Rollstühlen und ähnliches, noch durchkommt, aber nicht mit Fahrzeugen und vor allem nicht mit Pferden.

Das heißt man muss einzeln durch das Tor in dem man in den Eingang geht, erst dann kann man das Gatter aufmachen, um dann in das geschützte Gebiet wie zum Beispiel ein Park mit einem Teich zu kommen. Der nächste muss es genauso so machen. Und jetzt komme ich zum Namen des Gatters.

Es gibt ein Spiel, wenn mehrere Personen durch das Gatter wollen, kann diejenige Person die als erstes durchgeht der zweiten Person den Durchgang verweigern und sie kommt nur mit einem Kuss weiter. Das lässt beliebig verlängern.  Daher der Name ‘kissing gate’. Ein anderer Grund für diesen Namen ist, dass das Gatter kein Schloss hat, sondern nur anlehnt.  Diese Anlehnung des Gatters an den Rahmen nennt man “kissing”.

Verschiedene Versionen gibt es davon, aus Holz und Metall in mehreren Formen.

Die Romney, Hythe und Dymchurch Eisenbahn

Diese Eisenbahn ist ein echter Hingucker, nicht nur weil sie nur ca. 1/4 der Größe einer normalen Eisenbahn hat. Die Geschichte besagt, dass zwei Herren namens J.E.P. Howey und Count Louis Zborowski diese Bahn bauen wollten, jedoch musste J.E.P. Howey dies alleine tun da sein Partner bei einem Autorennen tödlich verunglückte. Er tat dies dann in den 20er Jahren und am 16. Juli 1927 wurde sie dann eröffnet.

Zu dieser Zeit gab es in England viele verschiedene Eisenbahnnetze die nicht miteinander verbunden waren. Mr Howey wollte eine eigene Eisenbahn bauen die etwas anders war als die anderen. Es gibt 13 Lokomotiven wovon 11 Dampfloks sind 2 Dieselloks.

Die Strecke wurde zur öffentlichen Benutzung gebaut und verläuft folgend: Los geht es in Hythe über Burmarsh Road nach Dymchurch, dann über St. Mary´s Bay nach New Romney. Es geht weiter über Romney Sands zum Pilot Inn nach Dungeness. Dazwischen gab es noch einige kleinere Haltestellen die jetzt geschlossen sind. Von Dungeness geht es dann wieder zurück. Unterwegs gibt es viel zu sehen unter anderem Maddieson’s Camp und Greatstone Dunes. Im Bahnhof von Hythe  gibt es einen Laden in dem man verschiedene Souveniers der Eisenbahn kaufen kann. Auch in New Romney gibt es einen Souvenierladen und zusätzlich ein Museum mit großer Miniatureisenbahn-Anlage.

Der Bahnhof in Hythe, Richtung Dymchurch
Der Bahnhof in Hythe, Richtung Dymchurch

Die ganze Strecke  wurde doppelgleisig gebaut, im zweiten Weltkrieg wurde jedoch ein Gleis vernachlässigt vom Militär und war daher nicht mehr befahrbar. Der Teil von Hythe bis New Romney wurde wieder erneuert und befahrbar gemacht. 1946 wurde die Strecke von Hythe bis New Romney wiedereröffnet und 1947 der Rest der Strecke, jedoch nur eingleisig.

Für die Schulkinder ist es etwas besonderes wenn die Mini-Eisenbahn sie täglich zur Schule fährt. Seit ca.15 Jahren gibt es auch behindertengerechte Waggons und seit 1977 einen Waggon mit einer Bar.

Captain Howey (Nr.14) in Hythe
Captain Howey (Nr.14) in Hythe

Ich war mit meiner Familie zwei Mal dort und es war beide Male ein schöner Tagesausflug. Der Unterschied zu anderen Minieisenbahnen ist der, dass die Waggons aussehen wie die von normalen Zügen nur kleiner, daher sitzt man in den Waggons und nicht im freien.

Mehr Informationen finden Sie auf der Homepage der Eisenbahngesellschaft.

Ducking stool

Der ‘ducking stool’ ist wirklich eine Art Stuhl. Der Stuhl ist mit einem Seil an einem langen Holzbalken befestigt der ins Wasser hinabgelassen werden kann. Man kann sich das so vorstellen, wie ein Hebel dass der Stuhl unter Wasser kommt. Diesen Stuhl gibt es auch auf einem fahrbaren Gestell. Und was hat man damit gemacht?

Im 12. und 13. Jahrhundert diente dieser Stuhl dazu, Frauen und Hexen zu unterscheiden. Frauen die den Männern komisch oder verdächtig vorkamen, wurden auf diesen Stuhl gesetzt und gefesselt. Dann wurden sie ins Wasser hinab gelassen bis der Kopf unter Wasser war. Starb die Frau war es keine Hexe. Konnte sie sich jedoch befreien und dazu noch schwimmen, wurde sie als Hexe deklariert und verbrannt.

Später im 16. – 18. Jahrhundert war der Stuhl eine Art Bestrafung für ungehorsame oder untreue  Ehefrauen. Auch sie wurden an den Stuhl gebunden und ins Wasser gelassen, jedoch nicht mit der Absicht sie ertrinken zu lassen. Die Frauen wurden so oft unter Wasser gebracht bis sie ihren Fehler oder Missetat eingesehen haben. Sie hatten es also ein Stück weit selbst in der Hand wann die ‘Bestrafung’ ein Ende hatte.

Der 'ducking stool' in Canterbury
Der ‘ducking stool’ in Canterbury

Ich habe in Canterbury (Kent) einen solchen Stuhl gesehen, er ist über einem Kanal befestigt und ist heutzutage nur noch zum anschauen da. Heute macht man Witze darüber, aber früher war das bitterer Ernst. Ich denke das war nicht lustig für die Frauen, so gefügig gemacht zu werden.

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