Are you being served – werden Sie schon bedient?

“Are You Being Served?” ist eine britische Sitcom die in den 70er und 80er Jahren in Großbritannien lief. Wie man vom Titel her vielleicht schon vermuten könnte, spielt die Serie in einem Geschäft und zwar in einer Abteilung eines Kaufhauses. Die britischen Comedy-Serien sind charakteristisch für den englischen Lebensstil und nehmen diesen auf unterschiedliche Weise auf die Schippe.

Kleider im Kaufhaus - ©Can Stock Photo Inc. / barsikBei “Are You Being Served?” werden drei verschiedene Arten von Humor eingebaut, nämlich Visueller Humor: hier ist der Witz quasi zu sehen, weil in diesem Moment einfach etwas lustiges passiert. Missverständnisse: hier werden zum Beispiel Anweisungen gegeben, die haargenau durchgeführt werden, jedoch nicht unbedingt so wie es der Chef vorsah. Doppeldeutigkeit: das von der Figur gesprochenen Text hat an sich eine ganz harmlose Bedeutung, jedoch kann in den Köpfen der Zuschauer ganz anders interpretiert werden.

Ein Beispiel für den visuellen Humor wäre die Sache mit dem künstlichen Gebiss. Der Junior-Angestellter Mr. Lucas hat die Angewohnheit Essen in sein Jackett zu stecken, deswegen werden die Taschen zugenäht. Er muss durch ein Missgeschick in der Scherzartikelabteilung ein Gebiss kaufen das klappern kann. Mr. Lucas kommt also wieder in seine Abteilung zurück und muss dieses Gebiss nun irgendwo verstecken. Der Chef merkt das und fragt was er da versteckt. Da die Taschen zu sind, lässt er es in der Unterhose einer männlichen Puppe verschwinden.

Das allein ist noch nicht der Witz, später als alle Verkäufer beisammen stehen, fängt das Gebiss an zu klappern und das sieht an der Puppe natürlich sehr “interessant” aus. Eine wortlose Szene beginnt die einfach zum Schreien ist.

Ein anderes Beispiel für Missverständnisse ist eine Szene mit Briefen. Alle Mitarbeiter der Abteilung sind  im Urlaub in einem Restaurant. Jemand fängt an einen Brief an jemand anderes zu schreiben und gibt ihn der Kellnerin, dass sie ihn weitergibt. Die Beschreibung an wen er weitergegeben werden soll ist eigentlich eindeutig. Nur passieren trotzdem Verwechslungen weil die Beschreibung, z.B. “der Mann, der sich an das Salat bedient” oder “die Person, die sich gerade schminkt” im nächsten Moment auf jemand anderen zutrifft. So nimmt das ganze seinen urkomischen Lauf.

Unter der Sammlung an verschiedenen Komödien ist diese Serie ganz gut zu verstehen, aber meine Lieblingsserie ist immer noch “Some Mothers Do ‘Ave  ‘Em”.

Wer war Lord Lucan?

Lord Lucan oder Richard John Bingham ist wohl der bekannteste Fall von Vermissten Menschen in England.

Richard John Bingham wurde 1934 im Süden Englands geboren und hat mit 29 Jahren den Titel “Earl of Lucan” von seinem Vater geerbt. Er heiratete Veronica Mary Duncon und hatte 3 Kinder mit ihr.

Schatten mit Tasche (©iStockphoto.com/PeskyMonkey)Am 7. November 1974 wurde das Kindermädchen seiner Kinder – Sandra Rivett – ermordet aufgefunden und an wenig Stunden später verschwand Lord Lucan spurlos. Es gibt einige Theorien was geschehen sein soll und in wie weit er in diesen Mordfall verwickelt sein soll. Er wurde jedoch im Juni 1975 von einer Untersuchung durch Geschworene als Mörder von Frau Rivett deklariert.

Richard John Bingham wurde Ende 1992 für verschollen und 1999  für tot erklärt. Aber wer weiß, vielleicht lebt er heute mit 75 Jahren noch irgendwo auf der Welt und lässt es sich gut gehen.

Es gab einige Leute die behauptet haben, ihn gesehen zu haben. Zum Beispiel noch im selben Jahr nach seinem Verschwinden wollte ihn jemand in Australien gefunden haben, was sich als Irrtum herausstellte. So wie die anderen Sichtungen danach in Indien oder Neuseeland.

Was aber geblieben ist, ist der Mythos um ihn und damit verbunden eine Redewendung. In der englischen Umgangssprache redet man davon, wenn etwas verschwunden oder verloren ist “to do a Lord Lucan” zum Beispiel ” my keys have done a Lord Lucan” (zu Deutsch: “meine Schlüssel sind verschwunden”). Spaßhaft kann man das auch bei Menschen sagen, wenn jemand sich länger für eine Tätigkeit zurückgezogen hat “he’s/she’s done a Lord Lucan”.

In Deutschland wäre ein ähnliches Beispiel, wenn jemand Zigaretten holen ist und nicht mehr wieder kommt.

Was bedeuten die gelben und roten Linien auf Englands Straßen?

Wenn man in England mit dem Auto oder auch mit dem Bus unterwegs ist, kann man am Straßenrand gelbe oder manchmal auch rote Linien sehen.

Die gelben Linien sind Straßenmarkierungen und findet man auf beinahe allen Straßen in Ortschaften und Städten. Es gibt die sogenannte Single Yellow Line und die Double Yellow Line. Das sind beides ununterbrochene Linien.

Double Yellow Lines - ©Can Stock Photo Inc. / green308Sie bedeuten, dass man an dieser Stelle zwar Personen ein- und aussteigen lassen kann, jedoch nicht warten oder parken darf.  Die doppelten Linien gelten hierfür zu jeder Tageszeit, die einfachen dagegen nur zu bestimmten Zeiten, die auf Schildern angegeben werden.

Auch das Be- und Entladen des Fahrzeuges ist erlaubt, außer dies ist besonders durch ein Schild oder durch zusätzliche gelbe Linien an der Bordsteinkante geregelt.  Eine doppelte Linie über der Bordsteinkarte verbietet das Be- und Entladen, eine einfache Linie weist auf eine zeitliche Begrenzung hin.

Zu den Zeiten, an denen das Be- und Entladen erlaubt ist, können Menschen mit einem Behindertenausweis als Ausnahme hier parken.  Hierzu verwenden Sie eine Art Parkscheibe.  Sofern kein Schild Beschränkungen angibt, können Sie bis zu drei Stunden parken.

Die roten Linien heißen “Red Route” und sind auch einzeln oder doppelt. Sie sind noch eine Stufe strenger als die Double Yellow Lines. Die Red Route findet man nur in Großstädten wie London und Birmingham.

Hier gilt absolutes Halteverbot – auch nicht um Personen ein- und aussteigen zu lassen.   Ausgenommen von dieser Regel sind zugelassene Taxis und Menschen mit Behindertenausweis.  Das Be- und Entladen von Fahrzeugen ist nicht gestattet.

Wie bei den gelben Linien gilt eine doppelte rote Linie ganztags, eine einfache rote Linie dagegen nur zu bestimmten Zeiten, die durch Schilder geregelt werden.

Übrigens: es reicht wenn nur ein Rad auf einer Linie steht, um für das gesamte Fahrzeug zu gelten!

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